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Maritim01
Allgemeine Daten
Titel: Das Haus bei den Blutbuchen
Länge: ca 60 Minuten
Veröffentlichung: 10. November 2003
Typ: Hörspiel
Sprache: Deutsch
Stab
Text: Arthur Conan Doyle
Bearbeitung: Daniela Wakonigg

Das Haus bei den Blutbuchen ist ein von Maritim produziertes Hörspiel. Es erschien 2003 als Nr. 1 in seiner Sherlock-Holmes-Reihe.

Die Handlung basiert auf der Kanon-Erzählung Die Blutbuchen.

Handlung Bearbeiten

Die junge Gouvernante Violet Hunter bittet Meisterdetektiv Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson um Hilfe. Ihr neuer Arbeitgeber, Mr. Charles Rucastle, legt ein so mysteriöses Verhalten an den Tag, dass sie dahinter ein Verbrechen vermutet. Holmes und Watson begeben sich daher zur düsteren Villa Blutbuchen und entdecken unter Lebensgefahr Geschehnisse, die Miss Violets fürchterliche Vermutung unterstützen. (Verlagstext)

Änderungen zur Erzählung Bearbeiten

  • Im Vergleich zur Erzählung wurden mehrere Namen geändert:
    • Mr. Jephro Rucastle trägt hier den Vorname Charles.
    • Sein Sohn hat in der Erzählung den Vormanen Edward, hier Phillip.
    • Ihr Hund trägt in der Erzählung den Namen Carlo, hier hört er auf Edgar.
    • Das Gasthaus, in dem sich Miss Hunter mit Holmes und Watson trifft, wurde von Black Swan in Zum Kupferwald umbenannt.
    • Die Vornamen von Mrs. Rucastle und Mr. Fowler werden im Original nicht erwähnt, hier heißen sie Henriette und Alex.
  • Mrs. Toller kommt in Hörspiel nicht vor.
  • Die komplette Einleitung der Erzählung wurde im Hörspiel weggelassen. Die Vorlage beginnt mit einem Gespräch zwischen Holmes und Watson, über die Berichte, die letzterer über ihre gemeinsamen Fälle geschrieben hat. Holmes bemängelt, dass Watson seine Berichte zu sehr romantisch verkläre, statt sich auf die reine Wissenschaft der Deduktion zu beschränken. Gleichzeitig lobt er aber auch, dass Watson eher die Fälle mit den interessantesten Problemen, statt den sensationellsten Verbrechen ausgesucht hätte. Erst danach kommt er auf den Brief von Violet Hunter zu sprechen.
  • Sowohl im Hörspiel, als auch in der Erzählung, meint Watson, dass sie schon häufiger Fälle hatten, die zunächst sehr einfach schienen, sich dann aber doch als Interessant erwiesen. In der Erzählung nennt er Der blaue Karfunkel als Beispiel, im Hörspiel wird er durch das Eintreffen von Miss Hunter unterbrochen.
  • In der Erzählung muss Miss Hunter auf ihrer Jobsuche jede Woche in der Agentur vorstellig werden, wo sie letzte Woche auf Mr. Rucastle traf. Im Hörspiel erhielt sie am Tag zuvor ein Schriftliches Stellenangebot.
  • Mr. Rucastle macht in der Erzählung bereits während des Vorstellungsgesprächs einige seltsame Anmerkungen. So erzählt er voller stolz, wie sein Sohn kleine Käfer zerquetscht, und sagt Miss Hunter, dass es auch zu ihren Aufgaben gehören würde, bestimmte Kleider anzuziehen, und seiner Frau Gesellschaft zu leisten. Da sie ihm im Hörspiel zunächst nicht persönlich begegnet, erfährt sie diese Details erst, nachdem sie die Stelle bereits angenommen hat.
  • Nachdem Miss Hunter ihren Bericht beendet hat, zeigt Holmes in der Erzählung großes Interesse, und meint sogar, ihr Problem könnte eines der interessantesten der letzten Zeit werden. Im Hörspiel ist er weiterhin der Meinung, dass sie lediglich seine Zeit verschwendet.
  • Das Eintreffen von Miss Hunter an ihrem neuen Arbeitsplatz wird direkt gezeigt, statt wie in der Erzählung nur später davon berichtet zu bekommen.
  • In der Erzählung entdeckt Miss Hunter einen leerstehenden Flügel des Gebäudes, den sie nicht betreten soll. Im Hörspiel handelt es sich um den alten Dachboden.
  • In der Erzählung hören Holmes und Watson zunächst fast zwei Wochen lang nichts mehr von Miss Hunter. Im Hörspiel wird keine konkrete Angabe gemacht, aber es scheint nur wenig Zeit seit dem Beginn ihrer Anstellung vergangen zu sein. Das Skript zum Hörspiel spricht von zwei Tagen.
  • In der Erzählung bittet Miss Hunter Holmes und Watson per Brief, sich mit ihr zu treffen, wo sie ihnen dann von den Ereignissen der letzten Tage berichtet. Im Hörspiel beinhaltet der Brief selbst bereits eine genaue Schilderung der Ereignisse.
  • Holmes und Watson kommen im Hörspiel bereits am Abend vor dem vereinbarten Treffen an und schauen sich zunächst selber das Haus einmal aus der Entfernung an. Dabei werden sie Zeuge, wie Miss Hunter abermals den Fremden im Garten vom Fenster aus wegscheucht. Anschließend versuchen sie dem Mann zu folgen, verlieren aber seine Spur.
  • Im Gasthaus gibt es ein längeres Gespräch mit der Wirtin, in dem Holmes sie über die Rucastles ausfragt. Kurz darauf setzt an Mann, den sie beim Anwesen gesehen hatten und der ihnen als Mr. Fowler vorgestellt wird, an einen der Nebentische. Sie versuchen ein Gespräch mit ihm zu beginnen, doch er blockt harsch ab. Beide Szenen kommen in der Erzählung nicht vor.
  • Als sie sich am nächsten Morgen mit Miss Hunter treffen, kommt Mr. Fowler erneut dazu. Er reagiert jedoch verwirrt, als sie ihm Miss Hunter vorstellen, und verschwindet gleich wieder.
  • Watson sagt im Hörspiel, dass er ein miserabler Schütze wäre, während er im Kanon in der Armee gedient hat.
  • Wie auch in der Erzählung, gelingt es Alice Rucastle mit Hilfe von Mr. Fowler bereits zu fliehen, bevor Holmes und Watson zu ihrer Rettung eintreffen. Während die beiden in der Erzählung somit niemals persönlich auftreten, treffen sie im Hörspiel am Ende noch mit Holmes und Watson aufeinander.

Personen Bearbeiten

Rolle Sprecher
Sherlock Holmes Christian Rode
Dr. Watson Peter Groeger
Miss Violet Hunter Kerstin Draeger
Mrs. Charles Rucastle Wolf Rahtjen
Mrs. Henriette Rucastle Hannelore Minkus
Alice Rucastle Karin Eckhold
Alex Fowler Niclaus Böll
Mr. Toller Claus Wilcke
Wirtin Sabine Hahn
Kutscher Frank Straass

Anmerkungen Bearbeiten

  • Das Skript zu dieser Folge entstand bereits 1999, und war ursprünglich als Fortsetzung der 1980 bei Polyband veröffentlichten Hörspiele mit Joachim Hansen und Mogens von Gadow in der Hauptrolle geplant gewesen.

Veröffentlichungen Bearbeiten

Cover Bearbeiten

Verlauf der Serie Bearbeiten

Hörspiel davor Hörspiel Hörspiel danach
Keines Das Haus bei den Blutbuchen Der blaue Karfunkel