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Filmdaten
Deutscher Titel: Der Hund von Baskerville
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: Filmjahr 1929
Originalsprache: stumm
Stab
Regie: Richard Oswald
Drehbuch: Herbert Juttke; Georg C. Klaren
Produktion: F. W. Kraemer
Musik: Werner Schmidt-Boelcke
Kamera: Frederik Fuglsang
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Watson und Holmes im Moor

Der Hund von Baskerville ist ein deutscher Stummfilm, der am 28. August 1929 uraufgeführt wurde.

Dies ist der letzte Sherlock-Holmes-Stummfilm.

Inhalt Bearbeiten

Die Handlung orientiert sich an dem Roman Der Hund der Baskervilles von Sir Arthur Conan Doyle.

Besetzung Bearbeiten

Rolle Schauspieler
Sherlock Holmes Carlyle Blackwell Sr.
Dr. Watson George Seroff
Henry Baskerville Livio Pavanelli
Beryl Stapleton Betty Bird
Jack Stapleton Fritz Rasp
Dr. Mortimer Jaro Fürth
John Barrymore Valy Arnheim

Anmerkungen und Kritik Bearbeiten

Der Hund von Baskerville ist wohl einer der meistgelesensten Detektivromane der Welt. Conan Doyle ist sein Autor, der Schöpfer der Sherlock-Holmes-Figur. Conan Doyle hat das Werk begonnen, das jetzt Wallace so erfolgreich beendet: Den Detektivroman aus der Atmosphäre der Groschenhefte herauszuheben und im weitesten Sinne des Wortes gesellschaftsfähig zu machen.

Der phosphorleuchtende Hund ist schon mehrmals Filmobjekt gewesen. Jetzt, da auf der Bühne, im Roman und im Film eine Renaissance krimineller Stoffe zu verzeichnen ist, hat Richard Oswald, unter der Produktionsleitung von F.W. Krämer, noch einmal die Geschichte von den rätselhaften Morden in irgendeinem einsamen englischen Moor auf die Leinwand gebracht. Wie der Abend bewies, mit großem Erfolg.

Vier Baskervilles müssen sterben, ehe Sherlock Holmes gerufen wird und den Erbschleicher entlarvt. Zwei weitere Opfer bleiben auf der Strecke. Der Geisterhund entpuppt sich als eine riesige, auf den Mann dressierte Dogge.

Die Autoren Herbert Juttke und Georg C. Klaren schaffen gleich die richtige gruslige Stimmung. Stürmischer Gewitterabend auf Schloß Baskerville. Der Geisterhund heult. Eine geheimnisvolle Botschaft ruft den Lord hinaus. Der vermummte Bote verschwindet spurlos. Eine Wandskulptur hat plötzlich Menschenaugen. So geht es bis zum Schluß. Eine Nebenhandlung führt den Zuschauer auf eine falsche Fährte, die berühmten kleinen Sherlock-Holmes-Indizien sind in Massen vorhanden. Schließlich Sieg der gerechten Sache, happy ending und die knappe, nicht ganz befriedigende Erklärung der rätselhaften Vorfälle.

Oswald kniet sich in die Geschichte hinein. Mit sichtbarer Freude leitet er den Atelierspuk, unterstützt von der effektvollen düsteren Photographie Frederick Fuglsangs und den unheimlichen Moorbauten Gustav Knauers.

Ein ausgeglichenes Ensemble ohne auffällige Leistungen spielt die Geschehnisse. Einprägsam nur das dämonisch grinsende Gesicht Fritz Rasps. Sonst Betty Bird, Livio Pavanelli, Alexander Murski, Valy Arnheim, Jaro Fürth und andere.

Schwach der aus England importierte Sherlock Holmes des C. Blackwell, amüsant in seiner leichten Parodie der Watson des George Seroff.

Kriminalgeschichten sind, wie gesagt, heute Trumpf. Um den geschäftlichen Erfolg dieses Filmes braucht man sich nicht zu sorgen.

(Georg Herzberg, Film-Kurier, Nr. 205, 29.8.1929)

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