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Der Hund von Baskerville (Film, 1937)

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Hund 37.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Der Hund von Baskerville
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: Filmjahr 1937
Länge: 77 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Stab
Regie: Carl Lamac
Drehbuch: Carla von Stackelberg
Produktion: Carl Lamac, Robert Leistenschneider
Musik: Paul Hühn
Kamera: Willy Winterstein

Der Hund von Baskerville ist ein deutscher Spielfilm, der am 27. Januar 1937 uraufgeführt wurde.

Inhalt Bearbeiten

Die Handlung entspricht in groben Zügen dem Roman Der Hund der Baskervilles von Sir Arthur Conan Doyle.

Änderungen zum Roman Bearbeiten

  • Der Film beginnt mit der Geschichte des Fluch der Baskervilles und der Mordnacht an Sir Charles. Auf diese Weise dauert es rund eine halbe Stunde, bevor Holmes und Watson das erste mal auftauchen.
  • Die Hintergrundgeschichte des Fluchs wurde verändert: der eifersüchtige Hugo Baskerville ermordet den Liebhaber seiner Frau, als er sich an ihr vergreifen will, wird er von deren Dogge zerfleischt.
  • Der Film spielt in den 1930ern, statt den 1880ern.
  • Mr. Frankland und Laura Lyons kommen im Film beide nicht vor.
  • John Barrymores Vorname wird im Film konsequent mit Jack angegeben. Seldens Name wird nicht erwähnt.
  • Barrymore trägt anders als im Roman keinen Bart.
  • Beryl Vandeleure stellt sich als entfernte Verwandte bei Sir Charles vor und wird von ihm eingeladen, auf Schloss Baskerville zu übernachten. Sie hatte vor nach Charles' Tod offiziell das Haupterbe anzutreten, wird bei der Testamentseröffnung aber, wie alle anderen, durch die Existenz eines Neffen überrascht.
  • Stapleton wird im Film als komödiantische Figur dargestellt, die häufiger vor sich hinsingt und ständig seine Sachen sucht. Außerdem gibt er sich als ausgesprochener Frauenfeind.
  • Statt durch einen Brief wird Sir Charles durch ein Telefonat zum Treffen gebeten.
  • Es werden zusätzliche Szenen gezeigt, wie Selden ausbricht und Barymore um Hilfe bittet.
  • Henry Baskerville lebte zuvor in Paris, statt in Kanada wie im Roman.
  • Dr. Watson untersucht im Film verschiedene Aschesorten, es bleibt offen, ob er dies im Auftrag von Holmes oder aus eigenem Interesse tut.
  • Statt Mrs. Hudson haben Holmes und Watson eine Wirtin namens Mrs. Garden.
  • Holmes und Watson haben außerdem einen Assistenten namens Godright.
  • Dr. Mortimer holt Sir Henry zunächst in London ab, bevor er sich alleine zum Treffen mit Sherlock Holmes begibt. Da das zweite Treffen, bei dem Sir Henry dabei ist, komplett fehlt, treffen die beiden sich erst kurz vor Ende des Films das erste Mal.
  • Auf den Brief, den Sir Henry erhält, ist im Film auch das Wort Moor aus der Zeitung ausgeschnitten.
  • Der Anschlag auf Sir Henrys Leben fehlt im Film komplett.
  • Watson und Sir Henry lernen Stapleton gleich bei ihrer Ankunft kennen.
  • Sir Henry ist dabei, als Watson Holmes im Moor findet.
  • Es wird die zusätzliche Rolle einer Telefonistin eingefügt, über die Holmes erfährt mit wem Sir Charles in der Nacht seines Todes gesprochen hat.
  • Beryl und Jack Stapleton sind wirkliche Geschwister.
  • Anders als im Roman, in dem Jack Stapleton ins Moor läuft und sein weiteres Schicksal ungeklärt bleibt, sieht man ihn im Film ertrinken.

Besetzung Bearbeiten

Bild Rolle / Darsteller Bild Rolle / Darsteller Bild Rolle / Darsteller
Sherlock Holmes 37.jpg Sherlock Holmes
Bruno Güttner
Dr Watson 37.jpg Dr. Watson
Fritz Odemar
Hugo Baskerville 37.jpg Hugo Baskerville
Artur Malkowsky
Lady Baskerville 37.jpg Lady Baskerville
Hanna Waag
Sir Bettans 37.jpg Sir Bettam
Walter Kynast
Henry Baskerville 37.jpg Henry Baskerville
Peter Voss
Charles Baskerville 37.jpg Charles Baskerville
Friedrich Kayßler
Beryl 37.jpg Beryl Vandeleure
Alice Brandt
Mortimer 37.jpg Dr. Mortimer
Ernst Rotmund
Barrymore 37.jpg Barrymore
Fritz Rasp
Eliza 37.jpg Eliza Barrymore
Lilli Schoenborn
Stapleton 37.jpg Jack Stapleton
Erich Ponto
Mrs Hudson 37.jpg Mrs. Garden
Gertrud Wolle
Selden 37.jpg Sträfling
Paul Rehkopf
Godrigth 37.jpg Godright
Horst Birr
Telefonistin 37.jpg Telefonistin
Ika Thimm
Zeitungsjunge 37.jpg Zeitungsjunge
Günter Brackmann

sowie:

Hintergründe Bearbeiten

  • Laut Michael Ross war ursprünglich vorgesehen, das Drehbuch zum Film von dem bekannten Bühnenautor Curt Götz schreiben zu lassen. Dieser hatte bereits in seinem Stück Frauenarzt Dr. med. Hiob Prätorius Szenen für Holmes und Watson geschrieben. Da Goetz jedoch Nazideutschland bereits 1933 verlassen hatte und er sich weigerte für nationalsozialistsiche Projekte zu arbeiten, kam es nicht zu dieser Zusammenarbeit.
  • Schloss Moyland in Nordrhein-Westfalen wurde für den Film zu Baskerville Hall.

Anmerkungen und Kritik Bearbeiten

DVD Bearbeiten

Der Film erschien 2009 bei Koch Media auf DVD. Die DVD enthält einen leicht veränderten Vorspann, und einen komplett neu gestalteten Abspann.

Bildmaterial Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

Michael Ross (Hrsg.): Sherlock Holmes in Film und Fernsehen

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