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Freimaurer

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Zirkel und Winkel.jpg

Zirkel und Winkel sind ein Symbol der Freimaurerei

Die Freimaurerei, auch Königliche Kunst genannt, versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität, sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden

Die Symbolik der FreimaurereiBearbeiten

Die Symbolik der Freimaurer ist der Steinmetzbruderschaften entlehnt. Die Hauptaufgabe der Freimaurerei ist es den Menschen durch ständige Arbeit an sich selbst zu verbessern. Der Freimaurer betrachtet sich selbst symbolisch als ein rauher Stein welchen er selbst durch Werkzeuge bearbeitet. Das Ziel der Freimaurerei ist ein fertig behauener Stein also das Idealbild des Menschen.

Diese Werkzeuge welcher er dafür verwendet sind bspw. Philosophie, die Diskussionen mit Menschen anderer Sichtweise oder Taten wie Wohltätigkeit gegenüber Benachteiligten in der Gesellschaft.

Die Freimaurerei sieht das Bild vom fertig behauenen Stein, als ein Idealbild an, welches aber nie erreicht werden kann weil es sich um ein reines Ideal handelt welchem es gilt nach besten Gewissen nachzustreben.

Die Freimaurerei versteht sich daher als ein Bund der Suchenden für den Weg hin zum Ideal.

Geschichte der Freimaurerei in EnglandBearbeiten

Die Ursprünge der Freimaurerei gehen auf die Geschichte der Steinmetzbruderschaften im Mittelalter zurück, welche sich in Lodges (Logen oder Bauhütten) trafen. Der Begriff Freemason (Freimaurer) findet sich das erste mal in Dokumenten der Kathedrale von Exeter aus dem Jahr 1396. 1495 findet er sich in den Reichsstatuten König Heinrich VII. 1537 nennt die Gilde in London ihre Mitglieder Freemasons.

Im Laufe des Spätmittelalters wo der Bau von Kathedralen ausklang, wandelten sich diese Steinmetzbruderschaften in karitative Institutionen für die Versorgung von Witwen und Waisen, welche auch Mitglieder aufnahmen welche keine Steinmetze waren. Als sich in London am 24.Juni 1717 vier bestehende Logen zur ersten Großloge, bekannt als Großloge der Freimaurer von England, zusammenschlossen gab es auch in anderen Ländern wie Frankreich und Deutschland bereits Freimaurerlogen. Das Jahr 1717 gilt als das offizielle Gründungsdatum der „modernen“ Freimaurerei. Seitdem feiern weltweit alle Freimaurer den 24. Juni (Johannestag) als höchsten Feiertag. Johannes der Täufer gilt in der Zunft der Baumeister als dessen Schutzpatron.

Die Großloge der Freimaurer von England besteht bis zum heutigen Tag und versteht sich als Dachverband aller regulären Freimaurer.

Freimaurerei im viktorianischen EnglandBearbeiten

Als Queen Victoria 1837 gekrönt wurde, wurde die Freimaurerei als ein wichtiger Teil der Gesellschaft akzeptiert. Eine Loge war ein Ort, wo man sich mit Freunden traf und wo Rang und Stand keinerlei Rolle spielten. Im Krönungsjahr Queen Victorias wurde der Herzog von Sussex zum Großmeister der Englischen Loge gewählt, bis Victorias Sohn, Albert Edward sein Amt übernahm, als man ihn zum Prinzen von Wales ernannte. Sir Charles Warren, ein Entdecker und Archäologe leitete die englische Forschungsloge Quatuor Coronati, die damals nicht mehr als 40 Mitglieder haben durfte. Sir Charles leitete die Metropolitan Police vom März 1886 bis November 1887, also auch während der Zeit von Jack the Ripper.

Wie viele andere Berühmtheiten, waren auch etliche wichtige Autoren zu dieser Zeit Freimaurer: So zum Beispiel der Schöpfer des Dschungelbuches Rudyard Kipling, Mark Twain und eben auch Sir Arthur Conan Doyle.

Freimaurerei im Kontext der Sherlock Holmes SchriftenBearbeiten

Die Freimaurerei wird in einigen der Sherlock Holmes Romane erwähnt. Der Autor Sir Arthur Conan Doyle war selbst ein Meister der Freimaurerloge Phoenix No. 257. in Southsea, Hampshire. Dort legte er eine sehr rasche Karriere an den Tag: So wurde er am 26 Januar 1887 im Alter von 27 Jahren als Freimaurer aufgenommen, am 23 Februar zum Gesellen befördert und bereits am 23 März des selben Jahres zum Meister erhoben.
Doyle verließ die Loge zwei Jahre später und trat 1902 wieder ein. Erst 1911 zog er sich endgültig aus der Freimaurerei zurück. Weder Sherlock Holmes,noch Dr. Watson noch Mycroft Holmes sind dem Kanon nach Freimaurer.

  • Eine Studie in Scharlachrot
    Als Sherlock Holmes nach dem Tascheninhalt des Opfers Enoch Drebber fragt, zählt Tobias Gregson unter anderem einen "Goldring mit freimaurerischen Emblem" auf. Das Emblem dürften Winkel und Zirkel gewesen sein mit dem in Amerika gebräulichen (und damals in Eurpa unüblichen) "G" in der Mitte.
  • Ein Skandal in Böhmen
    Sherlock Holmes beschreibt Dr. Watson seine Erfahrung als Stallknecht um in das Haus von Irene Adler zu kommen:
    "Es ist eine wundervolle Symphatie und Freimaurerei zwischen diesen Pferdeleuten. Wenn Sie einer von Ihnen sind erfahren Sie alles was Sie wissen wollen." (aus: Ein Skandal in Böhmen, 1891)
  • Die Liga der Rotschöpfe
    Sherlock Holmes identifiziert Jabez Wilson als Freimaurer, da er ein Abzeichen mit Zirkel und Gradbogen auf der Brust trägt (ein Zeichen der Altmeister zu dieser Zeit). Das sei nach ihrem Gesetz nicht erlaubt, wäre Holmes selbst Freimaurer, hätte er sicherlich unser Gesetz gesagt.
  • Der Baumeister aus Norwood
    Sherlock Holmes
    und Dr. Watson verwenden die deduktive Methode an John Hector McFarlane und identifizieren ihn als Freimaurer wegen seines Medallions an der Taschenuhrkette. In dieser Geschichte findet eine Verschwörung gegen einen Freimaurer statt.
  • Der Farbenhändler im Ruhestand
    Holmes Kollege, ein Privatdedektiv namens Barker, ist ein Mitglied im Bund der Freimaurer. Dr. Watson übersieht seine Krawatten Nadel mit dem Freimaurer- Emblem, welche aber von Holmes wahrgenommen wurde.
  • Das Tal der Angst
    Eine Loge namens "341, Vermissa“ ist in zahlreiche Verbrechen verwickelt, diese wird ähnlich wie eine Freimaurerloge geführt, ist aber keine offiziell anerkannte.

Die Freimaurer im Kanon Bearbeiten

Die Freimaurer außerhalb des Kanons Bearbeiten

In PastichesBearbeiten

Im FilmBearbeiten

Im ComicBearbeiten

Im 2. Band des Comics Pik As - Die fantastische Detektei stellt sich heraus, dass C. Auguste Dupin ein Freimaurerbruder ist.

Externer Link Bearbeiten

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