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Inspektor Lestrade

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Holmes gibt Lestrade einen Klapps auf die Schulter (Illustration zu Der Baumeister aus Norwood von Sidney Paget)

Inspektor G. Lestrade ist in den Geschichten von Arthur Conan Doyle der am häufigsten auftretende Scotland Yard-Mitarbeiter.

Dabei lernt er im Laufe der Jahre die Methoden des beratenden Detektivs Sherlock Holmes schätzen, obwohl er sich das eine oder andere Mal eine spöttische Bemerkung kaum verkneifen kann.

Lestrade konkurriert mit seinem Kollegen Tobias Gregson, worüber sich Holmes lustig macht.

Lestrades Wirken und CharakterBearbeiten

Inspektor Lestrade wird meist als ein eifriger Mitarbeiter von Scotland Yard dargestellt, welcher große Ambitionen zeigt, die ihm überstellten Fälle nach besten Wissen aufzuklären. Allerdings behandelt er die gefundenen Indizien nur oberflächlich und geht mit seinen Beobachtungen und Schlussfolgerungen nicht weiter in die Details. So passiert es oft, dass er unschuldige Leute verhaften lässt, die dem ersten Anschein nach die mutmaßlichen Haupttäter sind.

Lestrades Handlungen sind im Vergleich zu Sherlock Holmes eher antagonistisch geprägt. Holmes studiert im Gegensatz zu Lestrade alle kleinsten Details und bezieht wichtige Aspekte der Beobachtung in die Lösung des Falles mit ein.

Lestrade abrafaxe.jpg

Lestrade bei den Abrafaxen

Lestrades Verhältnis zu Holmes lässt sich als eine Mischung aus Respekt, Hassliebe und Freundschaft charakterisieren.

Lestrade ist bei vielen Fällen auf die Hilfe von Holmes angewiesen, was er aber am Anfang immer abstreitet, wenn er einen offensichtlich klaren Fall seiner Ansicht nach gelöst hat. Wenn Sherlock Holmes ihm widerspricht, macht er sich des Öfteren über ihn lustig und verweißt auf die von ihm gesicherten Beweise.

Am Ende jedes Falles erklärt Holmes Inspektor Lestrade, welchen Fehler er im Laufe seiner Ermittlungen begangen hat. Allerdings stellt er dabei Lestrade niemals bloß oder bezeichnet ihn als inkompetent. Holmes sieht in Lestrade vielmehr einen Polizeibeamten, dem er hilft, die Beweise richtig zu deuten. In einigen Fällen, wie Der Baumeister aus Norwood, besteht Holmes sogar darauf, dass Lestrades Name im Ermittlungs-Protokoll genannt wird und nicht der seine.

Lestrade bewundert Holmes für seine unorthodoxen Ermittlungs-Methoden und die bescheidene Haltung, die gelösten Fälle seiner Polizeikarriere zugute kommen zu lassen. Dafür räumt Lestrade ihn im Gegenzug bei seinen Ermittlungen immer große Freiheiten ein.

Longaron lestrade.jpg

Lestrade im Comic von Longaron & Ricard

Lestrade ist in anderen Fällen auch einsichtig und gibt es offen zu, wenn er Holmes Hilfe bei einigen schweren Fällen braucht. Auch berücksichtigt er die Ratschläge von Holmes und instruiert seine Männern bei frischen Tatorten immer erst, die Fußspuren zu sichern bevor diese, wie in einigen Fällen, zuvor durch Polizisten verwischt werden, welche den Tatort ablaufen.

Lestrade im Kanon Bearbeiten

Bereits im ersten gemeinsamen Fall von Sherlock Holmes und Dr. Watson tritt Lestrade auf, und Dr. Watson beschreibt ihn wenig schmeichelhaft als einen kleinen blassen Burschen mit einem Rattengesicht und dunklen Augen. Belächelt von seinem Kollegen Gregson, der derweil einen Unschuldigen verhaftet, sucht Lestrade nach dem Sekretär des Mordopfers Enoch J. Drebber und findet diesen tatsächlich. Allerdings wurde auch der kurz zuvor ermordet.
Lestrade wird nach Boscombe Valley gebeten, um die Umstände des Todes von Charles McCarthy zu untersuchen. Er bittet auf Drängen der jungen Alice Turner Holmes, ebenfalls anzureisen, da ihn die Umstände einigermaßen verwirren. In Ross holt er die beiden vom Zug ab und begleitet sie ins Hereford Arms Hotel, nicht ohne zu bemerken, dass der Fall ja ziemlich eindeutig sei. Holmes belehrt ihn eines besseren in dem er den wahren Schuldigen entlarvt und Lestrade in einem Gespräch mit Dr. Watson Trottel nennt.
Aus einem Brief von Lord Robert St. Simon erfahren Holmes und Watson, dass Lestrade bereits in der Angelegenheit des Lords aktiv ist, St. Simon will jedoch auch Holmes zu Rate ziehen, da seine mit ihm frisch vermählte Ehefrau spurlos verschwunden ist. Kurz nach dem Besuch des Lords in der Baker Street, taucht auch Lestrade dort auf. Er trägt eine schwere Seemannsjacke und eine Krawatte, was ihm ein entschieden nautisches Aussehen verleiht. Er kommt gerade aus dem Hyde Park, wo er den Teich nach der Leiche von Lady St. Simon absuchte, da er fest davon überzeugt ist, sie wurde von deiner verflossenen Geliebten des Lords umgebracht. Tatsächlich fand Lestrade am Ufer des Teichs eine Tasche, in der sich das Hochzeitskleid und andere Gegenstände befanden. Als Holmes an seiner Theorie zweifelt, wird Lestrade wütend und meint, er glaube an harte Arbeit, nicht daran, daß man am Feuer sitzt und feine Theorien ausspinnt. Als Holmes ihm einen weiteren Hinweis gibt, tippt er sich dreimal an seine Stirn, schüttelt feierlich den Kopf und eilt davon.
Lestrade ist aktiv an der Festnahme von Colonel Sebastian Moran beteiligt und zeigt sich erfreut, dass Sherlock Holmes doch nicht, wie man drei Jahre annahm, tot ist und nun wieder in London weilt. Holmes deutet an, Lestrade hätte drei Morde in einem Jahr nicht einmal bemerkt, lobt ihn aber für die Lösung des Molesey-Rätsels.
Lestrade kommt in die Baker Street, um den unter dringenden Mordverdacht stehenden John Hector McFarlane zu verhaften, der Holmes um Hilfe bittet, da er unschuldig ist. Er ist damit einverstanden, dass McFarlane seine Version der Ereignisse berichtet, da Holmes der Polizei in der Vergangnehit ein-oder zweimal nützlich gewesen sei und wir von Scotland Yard Ihnen noch eine Gefälligkeit schulden. Während Holmes schnell davon überzeugt ist, dass McFarlane unschuldig ist, glaubt Lestrade fest an dessen Schuld. Untermauert wird dies durch neue Beweise, die er am Tatort findet. Sein bereits fest gelegtes Urteil lässt ihn nicht erkennen, dass diese nachträglich platziert wurden, so dass Holmes ihn erneut mit einer spektakulären Lösung (ein falscher Feueralarm) des Falles übertrumpft, die zeigt, dass das vermeintliche Mordopfer noch am Leben ist. Dennoch besteht Holmes darauf, im Polizeibericht nicht genannt zu werden, so dass Lestrade die Ehre für die Lösung zufällt.
Lestrade berichtet Holmes von einem Mord in Appledore Towers, nicht ahnend, dass Holmes und Watson anwesend waren, als Charles Augustus Milverton erschossen wurde. Holmes weigert sich, dem Inspektor zu helfen, da er davon überzeugt ist, dass Milverton eine gerechte Strafe wiederfahren ist.
Lestrade ist inzwischen ein gern gesehener Gast in der Baker Street, der Holmes bereitwillig von allen Neuigkeiten in und um Scotland Yard berichtet. Hier berichtet er von drei zerschlagenen Büsten Napoleons und ist sich sicher, es mit einem Fanatiker zu tun zu haben, der den französischen Imperator hasst. Nebenbei wird erwähnt, dass Lestrade Zigarre raucht. Später ist er davon überzeugt, dass die italienische Mafia in den Fall verwickelt ist.
Lestrade untersucht den Tod von Eduardo Lucas. Er ahnt nicht, dass dessen Ermordung mit einem verschwundenen Dokumnet in Verbindung steht, das einen Krieg in Europa auslösen könnte. Lestrade weist Holmes am Tatort auf den zweiten Blutfleck am Boden hin, kann jedoch nichts damit anfangen, während Holmes blitzschnell kombiniert und ahnt, wer hinter dem verschwundenen Dokument steckt.
Lestrade begleitet Mycroft Holmes bei seinem Besuch in der Baker Street 221 b und ist von der nahe liegendsten Erklärung überzeugt, dass Arthur Cadogan West die Bruce-Partington-Pläne entwendet hat, um sie an einen ausländischen Agenten zu verkaufen. Da man sich nicht auf einen Preis einigen konnte, wurde West von dem Agenten umgebracht.
Homes benötigt offizielle Auskünfte und einen Haussuchungsbefehl, für den Inspektor Lestrade sorgt. Als der Haussuchungsbefehl vorliegt, kommt Lestrade persönlich zum Haus der Greens, kann der Verbrecher aber nicht mehr habhaft werden, da diese bereits geflohen sind, während Holmes und Watson der Lady das Leben retten.
Holmes benötigt eine Auskunft über einen John Garrideb alias Killer Evans, als auch über einen gewissen Rodger Prescott, der von Ersterem erschossen wurde. Diese holt er sich bei "Yard", speziell bei Freund Lestrade, der darüber hinaus keine weitere Erwähnung in dieser Episode findet.
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Lestrade (links) mit Holmes und Watson bei der Untersuchung zweier Ohren (Illustration: Sidney Paget)

Lestrade ermittelt in dem Fall Susan Cushing, die mit der Post zwei abgetrennte menschliche Ohren zugeschickt bekam. Er meint, dieser Fall liege ganz auf Holmes' Linie und sendet ihm deshalb eine Nachricht. Im Daily Chronicle wird Lestrade den Fall betreffend als einer der allerfähigsten leitenden Kriminalbeamten bezeichnet. Holmes meint am Ende des Falles, Lestrade sei hartnäckig wie eine Bulldogge, sobald er begriffen habe, was zu tun sei.

Im Übrigen enthält Die Pappschachtel den einzigen Hinweis auf Lestrades Vornamen: er unterzeichnet eine Nachricht an Holmes mit

Ihr sehr ergebener G. Lestrade

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