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Mit Irene Adler schuf Sir Arthur Conan Doyle eine der interessantesten Figuren, mit denen es Sherlock Holmes in den von ihm geschriebenen Fällen zu tun hatte. Nicht verwunderlich, dass viele Pastiche-Autoren auf die Frau zurück griffen. So erhielt die Adler ganz unterschiedliche weiterführende Geschichten nach dem vermiedenen Skandal um den König von Böhmen.

Nachdem die Angelegenheit um die Fotografie geklärt ist, reist Irene mit ihrem Mann Godfrey Norton nach Amerika, wo sie sich ein neues Leben aufbauen wollen. Doch die Ehe geht nicht gut, woran ihre Wankelmütigkeit nicht ganz schuldlos ist. In Österreich trifft sie erneut auf Sherlock Holmes und beginnt mit ihm eine Affaire, die Norton nicht gerne sieht. Am Ende entscheidet sie sich letztendlich doch für ihren Ehemann.

Nach den Ereignissen am Reichenbachfall taucht Holmes unter dem Namen Sigerson in Paris unter, wo er eine Anstellung an der Pariser Oper als Violinenspieler bekommt. Als Irene Adler ein Gastspiel für die erkrankte Emma Calvé an der Oper gibt, muss Holmes um seine falsche Identität bangen, doch die Adler engagiert ihn, um eine junge Kollegin zu beschützen, die offenbar von einem Operngeist bedroht wird. Die Adler berichtet Holmes, dass ihr Mann bereits ein Jahr nach der Hochzeit an Influenza starb und sie deshalb wieder begann aufzutreten, da Norton ihr keinerlei finanzielle Sicherung hinterließ. Als ihr Gastspiel beendet ist, reist Irene nach Amsterdam ab.

Irene Adler, inzwischen zur Sozialistin geworden, will mit Sherlock Holmes wieder in Kontakt kommen und schickt ihm Zeitungsausschnitte zu merkwürdigen Vorkommnissen in der Schweiz. Der inzwischen in den South Downs lebende Detektiv geht darauf ein und läßt zeitweilig auch seine Gefühle für Mrs. Adler zu. Aber auch Watson hat Gefallen an der alternden Schönen gefunden und nähert sich ihr. Eine beiderseits nicht ganz freiwillige Affaire ist die Folge.

Hier wird erzählt, Holmes und Adler blieben in Kontakt und schworen sich Treue, doch politische Ränkeschmiede verhinderten ihr Zusammenkommen. Mit nur 45 Jahren verstarb Irene kurz vor einem geplanten Wiedersehen mit Holmes in den USA, da sie verunreinigtes Wasser getrunken hatte und sich mit Typhus infizierte. Ihr zu diesem Zeitpunkt elfjähriger Sohn William kam in ein Waisenhaus. Am Ende des Romans erfährt Holmes, dass William sein Sohn ist.

Aus der Affaire mit dem König von Böhmen ging ein Kind hervor. Irene Adler ist Mutter einer Tochter, die in diesem Pastiche schon erwachsen ist. Sie nennt sich Nina Wassiljewa und arbeitet als Agentin.

Der Leser erfährt in diesem Roman, dass Irene Adler in Trenton, New Jersey, gestorben ist.

In diesem Pastiche wird behauptet, die wahre Identität der Adler sei Lillie Langtry.

Aus geheimen Unterlagen Professor Moriartys geht hervor, das Irene Adler des Öfteren für ihn und seine Organisation tätig war.

So war es ursprünglich Moriartys Plan, den König von Böhmen mit einem gefälschten Foto zu erpressen. Irene fiel ihm jedoch in den Rücken und floh mit dem Foto als Lebensversicherung (siehe Ein Skandal in Böhmen).
Desweiteren war es Irene, die sich als Kindermädchenmädchen getarnt in den Haushalt von Robert Ferguson einschlich, um dessen Frau in Verdacht zu bringen, ihr Baby zu quälen (siehe Der Vampir von Sussex).

Irene wird ihrem Ruf als Abenteurerin gerecht und ist in Indien auf Tigerjagd, wo sie einem gefährlichen Wesen begegnet ...

Weitere Auftritte der Adler in: