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Bosc-09

John Turner (Illustration: Sidney Paget)

John Turner tritt in dem Fall Das Rätsel von Boscombe Valley auf.

Er ist der größte Grundbesitzer in Boscombe Valley.

Dr. Watson beschreibt ihn folgendermaßen:

Der Eintretende war eine seltsame und beeindruckende Gestalt. Sein langsamer, hinkender Gang und die gebeugten Schultern verliehen ihm den Anschein der Hinfälligkeit, seine harten, tiefgefurchten, kantigen Züge und seine gewaltigen Gliedmaßen zeigten jedoch, dass er eine ungewöhnliche Stärke des Leibes und des Charakters besaß. Der wirre Bart, der graue Schopf und die buschig herabhängenden Augenbrauen trugen dazu bei, seiner Erscheinung einen Anflug von Würde und Macht zu geben, aber sein Gesicht war aschfahl, seine Lippen und die Wurzeln der Nasenflügel hingegen bräunlich angehaucht. Nach dem ersten Blick war mir klar, dass ein chronisches und tödliches Siechtum ihn gepackt hatte.
Bosc-25

John Turner (Illustration: Josef Friedrich)

In den 1860er-Jahren suchte Turner sein Glück in den Goldminen des australischen Victoria, doch konnte er es nicht finden. Er wurde zu einem Wegelagerer und trieb sich mit der bald berüchtigten Ballarat-Bande herum. Unter dem Namen Black Jack of Ballarat überfiel er mit seinen Männern einsame Farmstationen und Goldkonvois. Einen besonders großen Konvoi nach Melbourne kaperten sie, indem sie sechs Soldaten töteten und den Wagenführer bedrohten. Dessen Name war Charles McCarthy und Turner hatte schon damals den Eindruck, es wäre besser, den Mann mit den kleinen bösen Augen zu töten. Doch er verschonte ihn, beendete seine kriminelle Laufbahn und kehrte wohlhabend nach England zurück.

Dort versuchte er, ein respektables Leben zu führen und seine Schandtaten mit guten Werken zu sühnen. Er heiratete und seine Frau schenkte ihm eine Tochter namens Alice. Doch das Glück währt nicht lange, seine Frau verstirbt früh. Jahre später wird Turner von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt: in London begegnet er jenem McCarthy aus Ballarat wieder, der mit seinem Sohn James bettelnd auf der Straße lebt. Sogleich beginnt dieser Turner zu erpressen, der die McCarthys mit nach Boscombe Valley nimmt und ihnen die Hatherley-Farm kostenlos zur Verfügung stellt. Doch McCarthy will mehr und versucht seinen Sohn zu überreden, um Alice Turner zu werben. Da er Turner in der Hand hat, will er so an dessen Vermögen kommen. In seiner Verzweiflung und Sorge um Alice entschließt sich Turner, McCarthy nochmals zur Vernunft zu bringen. Am Boscombe Pool belauscht er jedoch ein Gespräch zwischen Vater und Sohn, in dessen Verlauf klar wird, wie boshaft und skrupellos McCarthy das Schicksal von Alice betrachtet. James weigert sich, den Plänen seines Vaters zu folgen und lässt ihn allein, doch Turners Wut und Sorge ist so groß, dass er seinen Peiniger erschlägt. Im Folgenden wird James zum Hauptverdächtigen, doch der angereiste Sherlock Holmes kombiniert sehr schnell, dass dieser es nicht gewesen ist. John Turner gesteht Holmes seine Tat und will sich stellen, doch Holmes erkennt, dass niemandem damit gedient ist, wenn der sterbenskranke Mann verhaftet wird. Er unterschreibt zwar ein Geständnis, doch dieses soll nur zum Einsatz kommen, sollte man James tatsächlich schuldig sprechen. Holmes gelingt es, die Ankläger von den fehlenden Beweisen zu überzeugen, James kommt frei und Turner stirbt sieben Monate später, ohne dass seine dunkle Vergangenheit negativen Einfluss auf die Zukunft seiner Tochter hat.

Turner im Film Bearbeiten

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