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Der Pastiche (von ital. pasticcio = Pastete) stellt eine Sonderform der Parodie dar, weil hier der satirische, komische oder polemische Akzent völlig fehlt. Das heißt, die parodistische Nachahmung der textuellen Vorlage ist beim Pastiche von der Hochachtung vor dem Original geprägt.

Der Pastiche erweist der Vorlage gewissermaßen die Ehre (ähnlich wie bei einer Hommage).

1902 hatte Mark Twain bereits die Novelle A Double Barrelled Detective Story veröffentlicht, diese ist jedoch eine reine Satire auf Doyles Werk und ähnliche viktorianische Detektivgeschichten und verwendet keine Charaktere der Originalgeschichten.

1914 enstand die Erzählung The Case of the Man who was wanted von Arthur Whitaker, die man anfänglich als "echte" Holmes-Geschichte verkaufen wollte. Sie gilt als die erste Pastiche-Erzählung weltweit.

Im Laufe der Zeit gab es viele Autoren, die sich der bei Arthur Conan Doyle nur erwähnten Fälle angenommen haben oder völlig neue Abenteuer für Holmes, Watson und Co geschrieben haben. Conan Doyle selbst schuf dazu die Voraussetzung: in seiner Erzählung Die Thor-Brücke berichtet Dr. Watson von einem "reisemüden und verbeulten blechernen Depeschenbehälter", der in den Gewölben einer Londoner Bank untergebracht sei. Dieser Behälter sei vollgestopft mit Papieren, die weitere Aufzeichnungen und Schilderungen über die Arbeit des Sherlock Holmes beinhalten.

Eine Auflistung (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) der Sherlock Holmes-Pastiches befindet sich in der Kategorie Pastiche (Fälle).

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