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Robert Cecil

Lord Robert Cecil

Robert Arthur Talbot Gascoyne-Cecil, 3. Marquess of Salisbury (* 3. Februar 1830 in Hatfield, Hertfordshire; † 22. August 1903 ebenda), auch bekannt als Lord Robert Cecil (vor 1865) und Viscount Cranborne (1865–1868), war ein britischer Staatsmann der Conservative Party und Premierminister von August 1886 bis August 1892 sowie von Juni 1895 bis 11. Juli 1902.

Der Lord im Kanon Bearbeiten

In der Erzählung Die Bruce-Partington-Pläne erwähnt Mycroft Holmes, dass der Premierminister außer sich sei, da Teile der geheimen Bruce-Partington-Pläne verschwunden sind. Die Erzählung spielt im November 1895 - zu diesem Zeitpunkt ist Lord Salisbury britischer Premierminister.

Der Lord in Pastiches Bearbeiten

  • In dem Roman Lestrade und die Struwwelpeter-Morde wird der Lord erwähnt, mit dem Hinweis, er würde sich nicht mehr lange halten - der Roman spielt 1891, gut ein Jahr vor seinem Sturz durch ein Misstrauensvotum.

Lord Cecil im Film Bearbeiten

Politische Karriere Bearbeiten

Cecil war der zweite Sohn des 2. Marquess of Salisbury. Nach einer unglücklichen Kindheit mit Schulausbildung am Eton College und dem Studium am Christ Church College, Universität Oxford, wurde er 1853 als konservativer Abgeordneter ins britische Parlament, das Unterhaus, gewählt. 1866 wurde Cecil Indienminister. Aber schon sieben Monate später schied er wegen der Ablehnung der von ihm als zu demokratisch bewerteten Reform Bill wieder aus dem Regierungskabinett aus. 1868 wurde er als Nachfolger seines verstorbenen Vaters Marquess of Salisbury und somit Mitglied des Oberhauses. 1870 erfolgte die Ernennung zum Kanzler der Universität Oxford. 1874 kehrte er als Indienminister in die Regierung zurück. 1878 wurde Salisbury Außenminister. Für seine Verdienste beim Berliner Kongress erhielt er den Hosenbandorden. 1881 wurde Salisbury Vorsitzender der Konservativen im Oberhaus und kämpfte mit dem konservativen Vorsitzenden des Unterhauses, Sir Stafford Northcote, um die Vorherrschaft. Salisbury ging schließlich als Sieger hervor und wurde von 1885 bis 1886 Premierminister einer Minderheitsregierung. Die Spaltung der Liberalen über die Frage der irischen Selbstregierung bescherte ihm allerdings 1886 eine parlamentarische Mehrheit, und mit einer Unterbrechung (1892–1895) bildete er von 1886 bis 1902 die Regierung.

Salisbury war während des Großteils seiner Amtszeiten als Premierminister auch sein eigener Außenminister. Er verfolgte eine Politik der splendid isolation und des Imperialismus, speziell in Afrika, wo die Faschoda-Krise und der Burenkrieg in seine Amtszeit fielen. Vor allem in Ost- und Südafrika dehnte er das britische Kolonialreich aus. Innenpolitisch lehnte er die Selbstverwaltung Irlands ab, wurde sonst aber kaum aktiv.

Am 11. Juli 1902 trat Salisbury aus gesundheitlichen Gründen zurück.

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